Sozialauswahl und Altersdiskriminierung

Nach einer aktuellen Entscheidung des BAG (15. Dezember 2001; Akz.: 2 AZR 42/10) stellt es keinen Verstoß des Arbeitgebers gegen die Sozialauswahl gem. § 1 Abs. 1 Satz 2 KSchG dar, wenn dieser zuvor Altersgruppen bildet.

Danach liegt eben genau keine Altersdiskriminierung vor, wenn der Arbeitgeber vor der Sozialauswahl verschiedene Altersgruppen der Mitarbeiter bildet, wie z.B. Gruppen von 21 bis 30 Jahren, von 31 bis 40 Jahren, usw. uws.. Das BAG ist der Überzeugung, dass dem Arbeitgeber diese Möglichkeit zugestanden werden muss, damit der Altersaufbau der Belegschaft ausgewogen bleibt. Der Arbeitgeber muss dann „nur“ in den jeweiligen Altersgruppen die anderen Kriterien der Sozialauswahl berücksichtigen.

Diese Vorgehensweise verstoße auch nicht gegen höherrangiges EU-Recht, so die BAG-Richter, da hier der Betroffene zwar auf Grund seines Alters anders behandelt wird, dieses aber durch rechtmäßige Zieles aus den Bereichen Beschäftigungspolitik und Arbeitsmarkt gerechtfertigt sei.

 

Verfasst von Peter Chr. Petry (Fachanwalt für Arbeitsrecht)

 

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