Zeugnisse

Die Pflicht zur Erstellung eines Zeugnisses ergibt sich aus einer gesetzlichen Nebenpflicht aus dem Arbeitsvertrag für den Arbeitgeber. Der Zeugnisanspruch ist historisch gewachsen und bereits sehr alt und leitet sich noch aus der früheren Gewerbeordnung ab.

Für Angestellte bzw. Arbeitnehmer sind Zeugnisse eine wichtige Bausteine im persönlichen Lebenslauf  für das berufliche Fortkommen, da es für die meisten Arbeitgeber als Grundlage für die Entscheidung zru Einstellung oder zur Einladung zu einem Vorstellungsgespräch dient.

Man unterscheidet prinzipiell das einfache Zeugnis, welches lediglich Angaben über die Art und Dauer der Beschäftigung enthält, von einem qualifizierten Zeugnis, welches sich zusätzlich auch auf die Leistungen und das Verhalten des Arbeitnehmers bezieht.

Ein Anspruch auf Zeugniserteilung besteht regelmäßig nach Abschluss des Arbeitsverhältnisses, vorher kann unter Umständen und bei berechtigtem Interesse ein Zwischenzeugnis erteilt werden.

Da sich das Zeugnis zum einen an den Grundsätzen der Wahrheitspflicht und der Vollständigkeit auszurichten hat, gleichzeitig aber vom Wohlwollen des Arbeitgebers getragen werden soll, ergeben sich immer wieder Streitigkeiten über einzelne inhaltliche Passagen, die zunehmend in einer Art Zeugnissprache verklausuliert werden. Grundsätzlich hat ein Zeugnis gewisse Formalien einzuhalten (z.B. Schriftform, Datum, Unterschrift).

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